unterstützt vom Förderungs- und Hilfsfonds des DKV …..

Wie vielfältig und facettenreich das kompositorische Schaffen von Frauen* ist, zeigte das auf dem Gutshof Britz veranstaltete Komponistinnen* Festival vom 28. bis 30. August 2026. Drei Tage lang standen Musik und Lebensgeschichten von Komponistinnen* verschiedener Epochen dort im Mittelpunkt. Veranstaltet von accordo – junge Kammermusik Berlin e.V., setzte das Festival ein Zeichen für mehr Sichtbarkeit und Anerkennung von Künstlerinnen*, deren Werke in der Musikgeschichte lange Zeit wenig Beachtung fanden.

Das musikalische Programm spannte einen Bogen von der Barockzeit bis in die Gegenwart und vereinte unterschiedliche Gattungen und Besetzungen – von Orchester- und Chormusik über Kammermusik bis hin zu Liedern. Werke wie die von Lady Dering, Louise Farrenc, Florence Price, Caroline Shaw und Charlotte Bray machten die stilistische Vielfalt und den musikalischen Ideenreichtum der Komponistinnen* hörbar.

Neben den Konzerten boten Vorträge und Workshops Raum, die historische und gesellschaftliche Stellung von Komponistinnen* kritisch zu beleuchten. Im Fokus standen musikwissenschaftliche und gesellschaftspolitische Fragestellungen, darunter die Entstehung des musikalischen Kanons und die damit verbundene mangelnde Anerkennung von Komponistinnen* in der Musikgeschichtsschreibung. Ergänzend luden Mitmachstationen im Foyer die Besucher:innen dazu ein, sich kreativ und kritisch mit den Themen des Festivals auseinanderzusetzen.

Das Finale bildete das Abschluss-Konzert des einwöchigen Kammermusik Workshops unHERd!, der 2026 bereits in seiner dritten Ausgabe stattfand. Dabei präsentierten junge Musiker*innen gemeinsam mit professionellen Dozierenden erarbeitete Kammermusikwerke von Komponistinnen* und brachten diese auf die Bühne.

Mit Konzerten, Austausch und vielfältigen Vermittlungsangeboten schuf das unHERd – Komponistinnen* Festival 2026 einen Raum, in dem bislang wenig gehörte Werke und oft übersehene Lebensgeschichten neu entdeckt und vertraute Perspektiven auf die Musikgeschichte dabei kritisch hinterfragt wurden.

Das Projekt wurde u.a. vom Förderungs- und Hilfsfonds des DKV gefördert und ermöglicht.

 

 

 

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