Beim DOK.fest München wurde am 10. Mai 2026 nun schon zum 14.mal der Deutsche Dokumentarfilmmusikpreis vergeben.

Die internationale Jury aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit Viktor Gangl, (Komponist), Dominik Giesriegl (Komponist & Dozent), Anke Petersen (Produzentin) und Mirjam Skal (Komponistin) prämierte dabei die Musik der in Deutschland lebenden iranischen Komponistin Atena Eshtiaghi zu dem Film MATERIA PRIMA des Regisseur Jens Schanze, ein Film über den Abbau des großen Lithiumaufkommens in Bolivien mit seinen Folgen für die einheimischen Bewohner. In der Begründung heißt es:

Mit ihrer Musik zu MATERIA PRIMA gelingt es Atena Eshtiaghi, den Bildern von Beginn an eine zusätzliche Tiefe zu verleihen und eine eigene erzählerische Ebene zu eröffnen. Die Musik fungiert dabei als eigenständige narrative Kraft, die den Film sensibel begleitet und zugleich dramaturgisch präzise erweitert. Immer wieder schält sie sich organisch aus dem Sounddesign heraus und verbindet sich nahtlos mit der Bildsprache. Dabei wirkt die Komposition nie beliebig oder dekorativ, sondern klar durchdacht und stimmig in ihrer Gestaltung. Sie drängt sich nicht in den Vordergrund und entfaltet dennoch große Wirkung: Mit feinem Gespür vermittelt sie emotionale Nuancen – mal zart und zurückhaltend, mal prägnant und eindringlich. Gerade diese Balance aus Subtilität und Ausdruckskraft hebt den Film in seiner Gesamtwirkung spürbar auf eine höhere Ebene.

Der mit 5.000 € dotierte Preis wurde wie bereits in den Jahren zuvor von der Kulturstiftung der Bayerischen Versicherungskammer gestiftet und zugleich vom Förderungs- und Hilfsfonds des Deutschen Komponist:innenverbandes unterstützt.
Die mit 2.500 € von SONOTON dotierte musikalische Projektförderung einer neuen Filmmusik ging unter den zahlreichen Einsendungen an die Musik von Matthias Petsche zum Film REIHENHAUS REVISITED – VISIONEN FÜR DIE VORSTADT der Regisseur:innen Michaela Kirst, Lilian Franck und Dirk Lütter.

Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner:innen!

Rainer Fabich