Der Deutsche Komponistenverband fordert die Institutionen der Europäischen Union und ihrer Mitgliedsstaaten dazu auf, die Verhandlungen mit den USA über die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) zu stoppen, sowie das umfassende Wirtschafts- und Handels- abkommen (CETA) mit Kanada nicht zu ratifizieren.
Beide Handelsabkommen geben in vielen Punkten Grund zu der Sorge, dass die in der deutschen und europäischen Kultur über Jahrhunderte gewachsenen, weltweit einzigartigen Strukturen dem puren Kommerz und einseitig den Interessen der Industrie geopfert werden. Besonders die deutschen Musikautoren müssen mit TTIP und CETA einen weiteren Aderlass in Bezug auf das Urheberrecht und die Förderung kulturell hochwertiger Musik befürchten.
Es wird nicht genügen, Willensbekundungen zur Kulturerhaltung in allgemeiner Form in eine Präambel zu schreiben, sondern es sollte eine generelle Kulturausnahme in die Präambel des Vertrags aufgenommen werden. Außerdem fordern wir Transparenz und Offenlegung des Verhandlungsstandes bei beiden Abkommen.
In diesem Sinne unterstützt der DKV die Resolution des Deutschen Musikrates
http://www.musikrat.de/musikpolitik/kulturelle-vielfalt/ttipcetatisa.html
…und die Haltung des Deutschen Kulturrates