Die Vorstandsmitglieder des DKV stellen im Folgenden ihre persönliche Sicht auf die anstehende GEMA-Reform vor.
Als genreübergreifender Verband möchten wir hiermit das Meinungsspektrum zu diesem wichtigen Thema darlegen, Entscheidungshilfe geben und für einen konstruktiven Diskurs werben.

Durch Anklicken der +-Zeichen neben dem Namen wird das jeweilige Statement aufgeklappt.

Unter diesen Links sind alle Neuigkeiten sowie alle Anträge zur Neuen GEMA Kulturförderung nachzulesen.

Ralf Weigand (Vizepräsident des DKV)

Deutscher Komponistenverband – Dr. Ralf WeigandLiebe Kolleginnen und Kollegen,

aufgrund der für Euch als Mitglieder nicht einfach nachzuvollziehenden Prozesse in unserem Verband haben wir im Vorstand besprochen, ein weiteres Mal individuell zu Euch zu kommunizieren. Mit einer Ausnahme haben wir ja alle zugestimmt, diese Verlautbarungen eindeutig als unsere persönlichen Äußerungen zu kennzeichnen, ohne hier für den Gesamtverband sprechen zu wollen, und wir sehen das als demokratisch besten und für Euch alle transparenten Weg an.

Natürlich gab und gibt es im DKV immer wieder Zeiten, in denen Ihr als unsere Mitglieder neben dem gemeinsamen Ganzen auch unterschiedliche, individuelle Interessen verfolgt und unsere Aufgabe dann darin besteht, hier zu moderieren und zu vermitteln. Da momentan überaus starke Veränderungen der Musikwelt und damit unserer Lebensrealitäten sicht- und spürbar werden, ist dieser Wandel mitunter auch schmerzhaft und mit großen Ängsten verbunden.

Meine Auffassung und Basis fürs Handeln war immer, dass wir diese Prozesse nur gemeinsam im Dialog, gegenseitigen Verständnis und vor allem Respekt für die Kollegenschaft als Ganzes zielführend bewältigen können. Dieses Prinzip wurde nun in unserem Verband massiv gestört in einer Weise, wie sie nahezu uns allen im Vorstand sehr fremd ist, und die auch künftig niemals unsere präferierte Methode werden sollte.

Diese schwer zu ertragende Polemik und Verleumdung haben dazu geführt, dass massenhaft Mitglieder aus bestimmten Genres unseren Verband protestierend verlassen haben, und wir damit der wichtigsten Möglichkeit der Problemlösung beraubt wurden, nämlich der des kollegialen Dialogs INNERHALB unserer gemeinsamen Sphäre!

Ich selbst habe so viele Jahre dafür gearbeitet und geworben, dass Komponistinnen und Komponisten ALLER musikalischen Genres bei uns im DKV ihre „Heimat“ fanden, und dieser wirklich sehr positive Prozess wurde nun quasi mit einem Handstreich nicht nur rückgängig gemacht, sondern womöglich für viele Jahre blockiert. Wenige von Euch werden sich vorstellen wollen, wie tieftraurig mich das gestimmt hat, dabei quasi sprach- und fassungslos zuzusehen.

Es geht hier in keiner Weise darum, Mitleid für mich oder diejenigen Vorstände zu heischen, die gerade wegen ihres mindestens ebenso großen Engagements der letzten Jahre ähnlich verletzt und frustriert sind; aber es geht darum, vielleicht in letzter Minute noch aus den Prozessen zu lernen, Schlimmeres zu verhindern und evtl. einen wieder konstruktiven neuen Weg einzuschlagen.

Wen Ihr dafür zukünftig im Vorstand sehen möchtet, werdet Ihr demokratisch bei unserer kommenden Mitgliederversammlung bestimmen. Bitte beteiligt Euch zahlreich an diesem für die Zukunft des DKV so wichtigen Prozess.

Kathrin Denner (Vorstandsmitglied)

Als Komponistin im Bereich der E-Musik lehne ich die geplante Reform in ihrer jetzigen Form ab. Nicht, weil ich Reformen grundsätzlich ablehne. Im Gegenteil: wie die meisten E-Komponist:innen sehe ich sehr wohl, dass sich Verwertungsrealitäten verändert haben und dass auch die GEMA auf digitale Entwicklungen, neue Nutzungsformen und veränderte Märkte reagieren muss. Entscheidend ist aber, wie die Reform gestaltet wird, und hier entstehen aus meiner Sicht grundlegende Probleme beim diesjährigen Antrag der GEMA.

Der Reformvorschlag der GEMA verschiebt den Fokus deutlich vom Werk hin zur reinen Nutzung und zum Inkasso. Damit wird eine Logik übernommen, die aus der Unterhaltungsmusik stammt, aber den Bedingungen der E-Musik nicht gerecht wird. Zeitgenössische Musik entsteht unter anderen Voraussetzungen: sie ist oft weniger marktfähig, aufwendig in der Herstellung und findet vielfach in kleineren, nichtkommerziellen Kontexten statt. Wenn genau diese Kontexte künftig kaum noch relevante Ausschüttungen erzeugen, betrifft das nicht den Rand, sondern einen Großteil dieser künstlerischen Praxis.
Damit geht ein zentrales Prinzip verloren. Bisher wurden strukturelle Unterschiede bewusst abgefedert. Die neue Systematik hingegen verstärkt sie. Für viele Komponierende bedeutet das erhebliche Einkommensverluste, deren tatsächliches Ausmaß derzeit jedoch nicht einmal seriös abgeschätzt werden kann, da bislang keine belastbaren Simulationen für unterschiedliche Aufkommensgruppen vorliegen. Es bedeutet auch eine wachsende Unsicherheit darüber, ob eine kontinuierliche künstlerische Arbeit überhaupt noch tragfähig ist. Gleichzeitig erschweren neue Zugangshürden vielen den Weg in die ordentliche Mitgliedschaft.

Es geht also nicht um die Ablehnung von Veränderung, sondern um deren Ausrichtung. Eine Verwertungsgesellschaft wie die GEMA hat nicht nur eine ökonomische, sondern auch eine kulturelle Verantwortung. In ihrer jetzigen Form droht die Reform diese Balance zu verlieren.

Rainer Fabich (Vorstandsmitglied)

Deutscher Komponistenverband – Vorstand Dr. Rainer FabichLetztendlich ist es ein klassischer Verteilungskampf, vor dem aktuellen Hintergrund gewaltiger, globaler Umwälzungen.
Es geht um Tantiemen, Abgaben, Verteilung und Umverteilung. Wer bekommt wieviel für was, wer oder was soll gefördert werden.
Die Frontlinie verläuft zwischen vermeintlichen Polen, von E- und U-Musik, studierten und nichtstudierten Komponist:innen, Kunst und Kommerz, von unterschiedlichsten künstlerischen Ansichten bzw. zur Rolle der Musik überhaupt.
Jahrzehnte alte Positionen werden im aktuellen Rückzugsgefecht heftigst verteidigt.
Eine elitäre, ja dünkelhafte Attitüde à la “nur wir machen Kunst”, erweist sich nun als Bumerang.

Nicht selten wurde jahrelang herablassend auf die andere Seite, den U-Bereich geschaut, welcher ironischerweise auch noch beträchtlich das eigene Fördersysteme mit finanziert hat. Viele derjenigen, die jahrelang viel Geld abgetreten haben, sind mittlerweile empört. Einige wollen nun gar keinen Cent mehr abgeben oder stellen eine kulturelle Förderung grundsätzlich in Frage. So wie kürzlich beim letzten ECSA-Meeting in Brüssel selbst vernommen. Ein Kollege aus den Benelux-Staaten meinte hierzu nur lakonisch: „Why? Music is music!“. Ob das aber der richtige Ansatz ist, kann jede/r für sich selbst entscheiden …

Auch die Interessen- und pekuniären Ausgangslagen können nicht unterschiedlicher sein.
Für die einen sind Tantiemen die Existenzgrundlage, für andere ist es ein „nettes“ Zubrot oder etwas schönes, was sie ohne eigens Zutun dem komponierenden „Großpapa“ zu verdanken haben. Soloselbstständige, verbeamtete oder teilzeitangestellte Musikautor:innen, Erben und Musiverlage ringen jeweils um das größte Stück Kuchen.
Einige Autor:innen sind ganz oder teilweise existenziell abgesichert, andere gehen beruflich voll ins Risiko und wurden dabei, wie zuletzt bei der Coronakrise ziemlich im Regen stehen gelassen.

Man klammert sich – sehr wohl nachvollziehbar – an bisherige Fördermodelle, auf denen man sich in den vergangenen Jahren mehr oder weniger gut eingenistet hat, nicht selten schon seit dem Studium. Klar, wer ist schon gerne bereit, einen Teil seines bisherigen Einkommens abzutreten?
Einige versuchen deshalb noch zu retten was zu retten ist. Man schraubt am alten System rum, öffnet sich ein wenig anderen Genres, wie beispielsweise dem lange verpönten Jazz, in dem Versuch, noch Mehrheiten für die nächste Abstimmung zu bekommen. Oder man versucht mit neuen Anträgen eine Aufschiebung der Reform zu erreichen, mit dem schönen Nebeneffekt, daß die Kasse noch eine Weile länger klingelt.

Trotz berechtigter Reformkritik in einigen Punkten haben dabei manche seit über einem Jahr aber weit übers Ziel hinaus geschossen. Falsche oder ungenaue Informationen wurden bewußt oder unbewußt weitergetragen. Hochgeschätzte Kolleg:innen, die ihren Kopf für die Reform hinhalten „durften“, wurden bis zum heutigen Tage massiv attackiert, nicht selten in sehr unfairer Weise. Gewaltige Kollateralschaden sind entstanden, massenhafte Austritte von U-Mitgliedern, ja ganzer Fachgruppen im Komponist:innenverband sind leider das unrühmliche Resultat.
Viele fühl(t)en sich überhaupt nicht mehr vertreten, ausgelöst durch eine viel zu einseitige Haltung, die immer wieder, noch dazu im Namen aller publiziert wurde. Zahlreiche Bitten und Aufforderungen, dies zu Beenden, eine klare Trennung zwischen persönlicher und offizieller Haltung des DKV-Vorstandes in der Kommunikation nach außen zu vollziehen, wurden einfach ignoriert. Viele Jahre hat dies im eingespielten Teamwork bis zu diesem Zeitpunkt bestens funktioniert. Jedes Mitglied im Vorstand kann und konnte immer seine Meinung auch öffentlich kundtun, wenn es als solche gekennzeichnet war. Stattdessen stand nun der völlig unzutreffenden Begriff „Maulkorb“ im Raum. Hallo, geht’s noch?
Ein jahrelang mühsam und erfolgreich aufgebautes Vertrauensverhältnis zwischen den Vertreter:innen unterschiedlichster Genres wurde stark getrübt bzw. ganz zunichte gemacht. Das gemeinsame Interesse aller Komponist:innen wurde aus den Augen verloren und dadurch leider massiv geschwächt.
Silicon Valley und die Big Player freuen sich …

Soviel zur dissonanten Begleitmusik. Nun zur Reform. Schon längst überfällig, soll sie nun endlich vollzogen werden.
Diesen mühsamen Weg sind bereits viele Player der Branche schon vor Jahren gegangen, wie z.B. die Sender und Konzertveranstalter in ihren Programmen oder die Musikakademien mit ihren Ausbildungsgängen.
Und zwar in der Öffnung und Anerkennung eines größeren musikalischen Horizonts in Richtung Pluralität und Diversität der Genres, der Jazz, Pop, Film-, Game-, Welt- oder Volksmusik und anderes beinhaltet.
Vertreter:innen der genannten Genres, die bisher ungerechter Weise gar nicht oder viel zu wenig in den Genuss einer Förderung seitens der GEMA gekommen sind, sehen nun neue Zukunftsperspektiven und das völlig zurecht.

Das alte Vorurteil, daß im U- Bereich automatisch viel Geld verdient wird und kein Förderbedarf besteht, stimmt einfach nicht. Viele kämpfen jahrelang, nicht selten am Existenzminimum um jeden Auftrag oder Auftritt, bemühen sich um eine überlebenswichtige Akzeptanz beim Publikum. Dies kann ich aufgrund persönlicher Erfahrungen hinsichtlich der finanziellen Lebensumstände von Autor:innen ausdrücklich nur bestätigen, dies aufgrund meiner jahrelangen Arbeit in den Ausschüssen der Künstlersozialkasse und der Wertungskommission. Man wird dort mit konkreten Zahlen bestens gebrieft, um nachvollziehbare Entscheidungen treffen zu können.

Ein weiterer sehr wichtiger und neuer Punkt darüber hinaus ist die gezielte Förderung des Nachwuchs durch die GEMA, welcher durch die geplante Reform erfreulicherweise angegangen wird. Bravo!

Positiverweise hat sich die GEMA seit der letzten Mitgliederversammlung viel Mühe gegeben, Licht ins Dunkel der Hintergründe zu bringen und kommuniziert, daß die Fördersumme insgesamt gleich bleibt. Es wurden konkrete Zahlen veröffentlicht, die die Notwendigkeit einer Reform unterstreichen, welche das alte System mit seinen teils krassen Umverteilungsmechanismen als überhaupt nicht mehr vertretbar erscheinen lassen. Schade, daß viele Daten in dieser Deutlichkeit leider erst kurz vor oder nach der letzten Mitgliederversammlung bekannt wurden. Die Abstimmung wäre wahrscheinlich anders verlaufen, uns allen wäre vermutlich viel Ärger erspart geblieben.
Hoffentlich lernt man daraus, künftig bei derartig wichtigen Prozessen auch die Betroffenen mit genügend Vorlauf rechtzeitig zu informieren und mit einzubeziehen.

Schließlich möchte ich meine Hoffnung zum Ausdruck bringen, dass:

  • der Umgestaltungsprozess nun anders verläuft. Meinetwegen gerne hart in der Sache aber fair im Umgang, ohne persönliche Anfeindungen, mit gegenseitigem Respekt und Wertschätzung für die Arbeit der Anderen.
  • es genügend Stellschrauben gibt, die Reform jederzeit anzupassen, wenn man merkt, dass etwas in die falsche Richtung geht.
  • wichtige Genres und Kulturgüter erhalten und weiterentwickelt werden.
  • das unqualifizierte GEMA-Bashing jenseits konstruktiver Kritik aufhört, das allen Mitgliedern letztendlich nur schadet. Viele verdrängen anscheinend komplett, dass wir es letztendlich selbst sind, die alles beschließen. Es sind die Mitglieder und ihre gewählten Vertreter, im Sinne einer gelebten Demokratie und nicht die GEMA!
  • sich wieder genügend offene, vor allem auch jüngere Menschen finden, die sich ehrenamtlich im Sinne aller für die gemeinsame Sache engagieren, ohne immer gleich zuerst an den eigenen Geldbeutel zu denken.
  • sich viele bemühen, über den eigenen Tellerrand zu schauen, um die überkommenen und oft negativ besetzten Begriffe wie U- und E-Musik zu überwinden.

In diesem Sinne wünsche ich uns trotz allem eine gute und faire Versammlung. Es liegt in unserer eigenen Verantwortung, einen gemeinsamen Schulterschluss zu finden, auch im Hinblick auf die gewaltigen Herausforderungen, die darüber hinaus anstehen, wie KI, Streaming oder Monopolisierungen im Musikbereich. Viele Kolleg:innen in Europa schauen genau hin, was gerade in Deutschland passiert. Sie drücken uns und der GEMA kräftig die Daumen beim Kampf von David und „Silicon“.

Johannes K. Hildebrandt (Vorstandsmitglied)

Deutscher Komponistenverband – Vorstand Johannes HildebrandtLiebe Mitglieder im DKV,

nach den kontroversen und hitzigen Debatten auf der Mitgliederversammlung im vergangenen Jahr gab es keine notwendige Mehrheit für die Reform der Kulturförderung. Dabei wird die Notwendigkeit einer Reform von vielen Komponist:innen erkannt.

Danach gab es einen Neubeginn in der Diskussion, um einen besseren Antrag zu entwickeln. Die Bereitschaft zur aktiven und konstruktiven Mitarbeit bei diesem Prozess war bei vielen Kolleg:innen vorhanden. Jedoch ermöglichten die von der GEMA vorgegebenen Leitlinien kaum Wege für wirklich neue Ansätze. Das Ergebnis ist ein Reformantrag der GEMA, der sich nur geringfügig von dem des Vorjahres unterscheidet. Das finde ich enttäuschend, weil damit eine große Chance für eine bessere Reform verpasst wurde.

Der von der GEMA vorgelegte Reformantrag weist weiterhin gravierende Mängel auf. Es fehlen bis heute nachvollziehbare und belastbare Modellrechnungen, die den Mitgliedern ermöglichen sollten, die konkreten finanziellen Auswirkungen für alle Sparten und Genres zu bewerten. Da es sich um tiefgreifende Eingriffe in die Einkommensstrukturen insbesondere einer einzelnen Sparte handelt, wiegt das Fehlen solcher Zahlen schwer. Es droht die Auslöschung einer ganzen Sparte, von deren Existenz viele andere profitieren. Auf der anderen Seite entstehen neue, aber finanziell eng begrenzte Fördermöglichkeiten für die U-Musik, die in der Tat mehr Förderung verdient. Ob in der Folge aber Förderbeträge entstehen, die tatsächlich relevant sind und nennenswerte Einnahmen darstellen wage ich zu bezweifeln und zwar egal für welche Sparte. Damit ist niemandem geholfen. Eine Reform muss die Auswirkungen für alle Beteiligten nachvollziehbar darstellen.

Erfreulich ist jedoch, dass es alternative Reformanträge aus der Mitgliedschaft gibt, die einmal mehr die Bereitschaft zur Reform verdeutlichen und interessante andere Ansätze für eine bessere Reform aufzeigen. Aber auch diesen Anträgen fehlen konkrete Modellrechnungen auf Grund fehlender Zahlen, die trotz dauerhafter Nachfrage bei der GEMA nicht zur Verfügung gestellt wurden. Die zahlreichen Änderungsanträge zeigen darüber hinaus Verbesserungsmöglichkeiten für den Antrag der GEMA auf, die zu diskutieren sind.

Künftig soll der Aufsichtsrat mehr Entscheidungsgewalt (z.B. Gremienzusammensetzung) erhalten. Damit wird die demokratische Mitbestimmung durch die Mitgliederversammlung geschwächt. Zwar könnte so der Aufsichtsrat schneller auf mögliche Fehlentwicklungen reagieren und korrigieren, aber wissen wir, welche Personen im nächsten Aufsichtsrat sitzen und ob sie die Dinge auch so sehen werden wie die amtierenden Personen? Nein.

Das sind nur zwei Gründe (fehlende Modellrechnungen, Schwächung der demokratischen Mitbestimmung), weshalb ich dem Antrag der GEMA nicht zustimmen kann.

Sehr betrübt macht mich aber der Zustand unseres Verbandes. Durch den anhaltenden Streit zur Reform, Abspaltungen, Anfeindungen und persönliches Fehlverhalten sind wir geschwächt. Es muss uns in der nächsten Zukunft gelingen, wieder zurück zu einer kollegialen Kommunikation und Solidarität aller Sparten und Mitglieder im DKV zu finden. Für die Bewältigung der kulturpolitischen und sozialen Herausforderungen für unsere Berufsgruppe – abseits der Reform – braucht es eine starke Stimme und die kann nur der DKV mit seiner kulturellen Vielfalt sein.

Micki Meuser (Vorstandsmitglied)

In blinder Wut frei erfunden

…bezieht sich ausnahmsweise nicht auf die GEMA Kulturreform 2026, sondern auf die Aussagen und das Verhalten einiger Kollegen, die wir alle kennen.

Wer hätte gedacht, dass irgendwann mal Meinungsverschiedenheiten innerhalb des DKV und der Komponist:innenkurie nicht mehr inhaltlich ausgetragen werden, sondern durch persönliche, verleumdende Behauptungen, wenn man befürchtet, seine Position nicht durchsetzen zu können. Die GEMA und ihren Aufsichtsrat zu diffamieren und wüste Behauptungen auszustoßen, pauschal und ohne Belege zu liefern, ist eine neue (Nicht)Qualität.

Es ist die Aufgabe des GEMA Aufsichtsrats, Schieflagen und Fehlentwicklungen im Verteilungsplan der GEMA den Mitgliedern aufzuzeigen und Vorschläge für Änderungen zu machen. Regelungen, die vor Jahren sinnvoll waren, können im Laufe der Zeit zu Ungerechtigkeiten und nicht angemessenen Verschiebungen führen. Zur Korrektur ist der Aufsichtsrat da.

Die bei weitem größten „Baustellen“ dieser Art sind, wie wir alle wissen, die E-Wertung und die Verteilung des E-Inkassos. Bei der E-Wertung ist es die starre Festlegung auf 30,07 % der kulturellen Mittel, die zu einem nicht mehr verhältnismäßigen Überschuss geführt hat. Beim E-Inkasso und seiner Verteilung ist es das Problem, dass sie eigentlich eine versteckte, aber nicht transparente Förderung darstellen, die dazu mit hohen Kosten verbunden ist. Außerdem ist die Trennung E- und U-Musik nicht mehr zeitgemäß.

Da niemand sich traute, diesen Entwicklungen entgegenzusteuern, hat diese Schieflage über viele Jahre gewuchert und zu Instabilität, aber auch zum Teil zu „paradiesischen“ Zuständen für einige wenige E-Komponist:innen geführt. Die E-Wertung war mal als Zuschlag geplant. Zurzeit beträgt sie aber im Durchschnitt das mehr als 3-fache des erwirtschafteten Aufkommens bei E-Komponist:innen. Es gibt Wertungsausschüttungen mit dem 10-fachen des Aufkommens, während vor allem junge und aktive E-Komponist:innen gar nicht „wertungsberechtigt“ sind. Es ist ein intransparentes, konservatives und vor allem ungerechtes System entstanden.

Der derzeitige Aufsichtsrat hat es sich nicht leicht gemacht mit Regulierungsvorschlägen. Besonders die sechs Mitglieder der Komponistenkurie haben die derzeitige Höhe der Kulturförderung der GEMA und den Erhalt der 30%, als auch eine besondere Förderung der E-Musik mit großem Einsatz und Respekt vor der Kunst der zeitgenössischen Musik verteidigt. Im Gesamtaufsichtsrat gab es dazu durchaus andere Bestrebungen.

Die Eckpunkte des Antrags des Aufsichtsrats der GEMA zur neuen Kulturförderung sind bekannt:

  • Der 10% Abzug für soziale und kulturelle Mittel bleibt
  • Die 30% der kulturellen Mittel für Kulturförderung bleiben
  • Die 70% der bisherigen U-Wertung bleiben. Sie stehen auch ehemaligen E-Komponist:innen zu und werden zur allgemeinen Förderung.
  • Die GEMA behält damit weiterhin die weltweit höchste Kulturförderung aller VGs!
  • Das E-Inkasso wird zu „Contemporary Classic Live“ und Inkasso-bezogen verteilt
  • Ein Drittel der erwähnten 30% Kulturförderung werden für einen Ausgleich dieser Verteilung verwendet, mit einem Fokus auf den Nachwuchs (bis 40 Jahre)
  • Verstorbene Komponist:innen und Erben werden nicht mehr gefördert.
  • Über zwei weitere Fördersäulen aus den 30% wird „ehemals E“ nochmal gefördert. Eine Säule betrachtet Werke, die andere funktioniert auf Antrag. Auch hier werden Nachwuchs und aktive Komponist:innen besonders berücksichtigt.

Es liegt in der Natur der Sache: Wenn paradiesische Zustände für Wenige und Ungerechtigkeiten zurückgeregelt werden, gibt es Gewinner und leider vor allem Verlierer, nämlich diejenigen, die das Paradies verlassen müssen. Besonders die etablierten Komponist:innen werden Einschnitte hinnehmen müssen. Wenn man aber das gesamte Förderungswerk betrachtet, werden diese Einschnitte nicht bei den oft behaupteten 70% liegen. Auf der anderen Seite erreicht die neue GEMA Kulturförderung auch endlich junge Komponist:innen, die bisher von der E-Wertung ausgeschlossen waren.

Niemand verliert gerne Geld, an das er/sie vorher gewöhnt war, selbst wenn dieses Geld nicht aus der eigenen kompositorischen Leistung stammt. Man kann über die GEMA Reform diskutieren und Ideen zur Veränderung einbringen. Das haben wir jetzt fast zwei Jahre lang zum größten Teil fair praktiziert. Auch die Abstimmung am 6. Mai 2026 wird wie im letzten Jahr nach demokratischen Regeln stattfinden, und wir werden das Ergebnis demokratisch akzeptieren. Was nicht fair ist, ist die GEMA pauschal in den Dreck zu ziehen, den Aufsichtsrat und einzelne Mitglieder zu verleumden und mit unbewiesenen Andeutungen und frei erfundenen Behauptungen die Atmosphäre und das Verhältnis zwischen ehemals U- und E-Musik zu vergiften. Es ist klar, was diese PR-Strategie bewirken soll. Man bewirft mit Dreck… und auch wenn nichts davon stimmt, irgendetwas wird schon hängen bleiben.

Bei der Aufsichtsbehörde DPMA kommt man als Kritiker der Reform nicht weiter, denn es ist gerade diese Behörde, die immer wieder „Leistungsgerechtigkeit“ fordert. Das zugrunde liegende VGG sagt nämlich: Die Kulturförderung einer Verwertungsgesellschaft ist eine „Soll“-Bestimmung, kein „Muss“. Das DPMA sieht die GEMA eben gerade nicht als Förderstruktur, sondern vor allem als treuhänderische Verwalterin des Inkassos aus den erwirtschafteten Urheberrechten.

Ich appelliere an die Besonnenheit und Vernunft der E-Komponist:innen und der E-Community im DKV, den Anschuldigungen und persönlichen Verleumdungen einiger Weniger aus ihren Reihen nicht zu glauben. Ich glaube ihr wisst: hier ist es diesen Vertretern wichtiger, erfolgreiche PR gegen ein notwendiges Vorhaben zu machen, als bei der Wahrheit zu bleiben.

Die Mitglieder des GEMA Aufsichtsrats haben sich für eine auch in Zukunft funktionierende, ausgewogene und gerechte Kulturförderung ohne Abstriche eingesetzt. Besonders die Komponistenkurie des derzeitigen Aufsichtsrats hat die Kulturreform der GEMA, die die entstandenen Schieflagen klug korrigiert, mit großem Respekt vor der zeitgenössischen Musik konstruiert. Wir alle haben Hochachtung vor der Musik und der Arbeit und dem Mut, die dahinter stehen, wenn man so komponiert!

Es ist eine Tatsache, dass die sechs Mitglieder der Komponistenkurie im Aufsichtsrat sich ihrer Verantwortung der Kultur und der zeitgenössischen Musik gegenüber sehr bewusst sind. Sie handeln mit großem Respekt vor “Eurer Kunst”!

Bitte glaubt nicht den wütenden, frei erfundenen Behauptungen!

Charlotte Seither (Vorstandsmitglied)

Liebe Kolleginnen und Kollegen im DKV,

die GEMA legt ihrer Mitgliederversammlung zum zweiten Mal einen Antrag vor, der in historischer Weise eingreift: Hier werden 53 Sachverhalte zu einem einzigen Antrag gebündelt, der für Verteilungsplan, Geschäftsordnung und Statut gravierende Folgen eröffnet. Zugleich sieht die Reform einen umfangreichen Umbau wichtiger Gremien und Repräsentanzen vor, der die politische Macht deutlich verschiebt. Um es klar zu sagen: Der Antrag reicht weit über eine Neuordnung der Kulturförderung jenseits von U oder E hinaus. Er zielt auf eine kommerziell bestimmte Neuausrichtung der GEMA, in der das Inkasso-Prinzip zur Grundarchitektur eines ökonomisch begriffenen Selbstkonzepts wird: Wer als Sparte kommerziell erfolgreich ist, bestimmt jetzt über diejenigen, deren Sparte weniger Ertrag einbringt. Wer kommerziell erfolglos ist, ist und bleibt machtlos. Wenn die politische Repräsentanz also nur noch von denjenigen bestimmt wird, die die Zugangsschwellen für andere nach dem Inkasso-Prinzip definieren (Stimmmacht in der Mitgliederversammlung, Zugang zu den Wertungsgruppen, Stimmrecht in der Kommission des Allgemeinen Wertungsverfahrens), verlieren wir zu allererst eines: die Unabhängigkeit der demokratischen Teilhabe gegenüber der Vormacht einer Inkasso-Ökonomie.

1. Die neue Reform hebt die binäre Systemarchitektur der Sparten U und E auf. Dabei unterwirft sie auch die E-Musik der Direktverteilung. Die wirtschaftliche Kraft wird damit zum einzig hubkräftigen Aufstiegsmotor, der den Status eines Autors oder einer Autorin innerhalb der GEMA noch langfristig steuert (Zugang zur Ordentlichen Mitgliedschaft, Gremienrepräsentanz).

2. Maßstab für den systemischen Aufstieg ist die U-Musik. Obwohl eine durchschnittlicher U-Autorin in der Regel das fünffache Tantiemenaufkommen erwirtschaftet wie ein E-Autor, bemessen sich die Zugangsschwellen zu Punktegruppen (Allgemeines Wertungsverfahren) an den benchmarks der U-Musik. Kulturelle Bedeutung alleine kann keine ausreichende Hubkraft mehr entfalten.

3. In Summe überträgt die GEMA nicht nur ihre Inkassologik, sondern auch die Muster ihrer Karriereentwicklung von der U- auf die E-Musik. Mit dem Abflauen des career peaks steht bereits das nächste Talent vor der Tür. Dass Berufswege, die vielversprechend beginnen, mit 40 Jahren enden, ist mit der Reform auch für die E-Musik eingepreist – auch dann, wenn künstlerische Entwicklung nicht selten hier erst beginnt.

4. Mit der Reform verändert die GEMA auch ihr Selbstbild: Wirkte sie bisher, nach alter berufsgenossenschaftlicher Manier, noch als Gegengewicht zum Markt, dessen Unwuchten sie gezielt ausgeglichen hat, greift sie nun einzelne Leistungen heraus, gratifiziert diese (Kulturförderung) und lässt sie wieder fallen. Dass Urheber, aber auch ganze Sparten an der Härte des Marktes darnieder gehen, ist Teil des Systems.

5. Im Kern verdient jede Solidarleistung allergrößten Respekt. Mit dem Inkasso-Prinzip legitimiert dieses zugleich auch die politische Vormacht. Demokratie aber kann nur funktionieren, wenn Schwache und Starke sich auf Augenhöhe begegnen. Der politische Maschinenraum des GEMA zeigt jedoch, dass sich Inkassoreferenz, Genrezugehörigkeit, globale Vernetzung, vielleicht auch das Geschlecht, mit der Reform gerade noch selbstähnlicher, noch uniformer, noch kapital-monopolistischer gestalten. Wer glaubt, dass die politische Entscheidungsmacht in der GEMA mit der Kulturreform jetzt bunter, vielfältiger, inkasso-unabhängiger wird, wird bitter enttäuscht werden.

Eine Reform der Kulturförderung darf nicht zum Alibi geraten, um ganz andere Zwecke zu legitimieren: die Neuordnung der politischen Macht nach dem Prinzip einer Inkasso-Demokratie. Lasst uns also wachsam sein, damit wir nicht das Allerwichtigste verlieren: Die solidarische Teilhabe an der politischen Macht für Starke und Schwache, wie auch die Gewissheit, dass Kultur – gleich welchen Genres – immer mehr ist als das, was sich an ihrem Inkasso-Wert vermessen lässt.

Hans P. Ströer (Vorstandsmitglied)

Als Mitglied im Vorstand sehe ich vor allem zwei Ursachen, die uns in diese schwierige Situation geführt haben. Immer mehr Musik wird gehört und auch vergütet, das Gesamtinkasso steigt in ungeahnte Höhen. Unsere zeitgenössische E-Musik konnte mit diesem rasanten finanziellen Wachstum nicht Schritt halten.

Schon lange war diese Entwicklung absehbar und führt nun leider zur notwendigen Reform einer Förderung, die sich wegen einer notorisch zu fest angezogenen Stellschraube tief im Räderwerk der Statuten nicht selbst adaptiv regeln konnte.

Früher wäre es noch möglich gewesen, diese Schraube etwas zu lockern und den bestehenden Verteilungsplan mit kleineren Anpassungen sanft nachzusteuern. Doch heute geht es darum, drohenden Eingriffen von außen zuvor zu kommen, die noch weit drastischere Regulierungen zur Folge hätten.

Als leidenschaftlicher musikalischer Nomade schmerzt es mich, dass unsere zeitgenössische E-Musik nicht aus eigenem Antrieb die Grenzen ihrer Ästhetik erweitert und sich einem etwas größeren Publikum geöffnet hat, ohne dabei ihre hohen künstlerischen Ansprüche aufzugeben.

Natürlich kann eine ablehnende Haltung des Publikums nicht immer ein gültiges Indiz für schwache musikalische Qualität, ein spärlich besuchtes Konzert allein noch kein Beweis für ein kulturell unbedeutendes Werk sein. Aber ebenso sind Top-Chartpositionen allein noch kein zuverlässiger Indikator für einen besonders hohen musikalischen Substanzgehalt.

Nach meiner Auffassung ist unsere Kulturförderung in der GEMA ein notwendiger und wichtiger Eingriff in das, was passiert, wenn wir die Dinge einfach ihren Lauf nehmen lassen und allein auf den Markt vertrauen. Es geht auch um musikalische Vielfalt, um Bildungsfortschritt, um die Erweiterung von Hörerfahrungen.

Jetzt kommt es also darauf an, den Blick in die Zukunft scharf zu stellen. Denn im zweiten Teil der Reform sollen neue Förderkriterien gestaltet und festgelegt werden.
„Was ist Kultur?“, „Was ist Kunst?“, „Was ist Musik?“, „Wen und was wollen wir fördern und warum?“ – diese Fragen werden schon bald neu gestellt und mit Augenmaß beantwortet werden müssen.

Ludwig Wright (Vorstandsmitglied)

Bei der Mitgliederversammlung der GEMA im Mai 2025 hat eine knappe Mehrheit gegen den damaligen Antrag zur Reform der Kulturförderung und der Verteilung in der Sparte E in der Kurie der Komponist:innen gestimmt. Ähnlich bei den Verlagen – nur die Textdichter:innen haben mit großer Mehrheit dafür gestimmt.

Die GEMA Reform 2026 setzt eine wahre Überwindung der E- und U-Begriffe um. Ich finde es gut, dass nun die Begriffe CCL (Contemporary Classic Live, ehemals E) und L (Live, ehemals U) diese ersetzen. Das klingt weniger verkopft und nach Grabenkampf, sondern modern und genreoffener.

Zwei weitere Änderungen: Konzertabrechnungen bei Pauschalverträgen im pädagogischen Bereich sind nun spezifiziert. Dabei wird der Betrag für eine Einzellizensierung eines solchen Konzerts als Berechnungsgrundlage für die Förderung Fokus CCL angenommen. Und: Nachwuchs bei der CCL-Förderung kann nun bis zu 40 statt 35 Jahren alt sein.

Ich persönlich habe weiteres Änderungspotenzial innerhalb der Leitplanken beim Einfließen der Wertung E in ein zukünftiges Verfahren der Allgemeinen Förderung gesehen. Zudem ist mir die Hervorhebung audiovisueller Musik in der Förderung Fokus Repertoire aufgefallen. 15 % des Fokus Repertoire sind für audiovisuelle Musik vorgesehen (neben jeweils den gleichen Anteil für deutschsprachige Musik und Nachwuchsurheber:innen, diese dürfen hier höchstens 30 Jahr alt sein). Grundsätzlich kann ich das nachvollziehen, denn audiovisuelle Musik wurde als erstes und am stärksten von dem Aufkommen KI-generierter Musik betroffen. Spannend finde ich, dass dort weiterhin sinnigerweise eine Kollektivverteilung erfolgt, dies jedoch nicht als Vorbild in CCL dienen kann.

Weiterhin sind die außerordentlichen Mitglieder nicht mehr bei der Förderkommission vertreten. Im Reformvorhaben 2025 wurde ein:e Delegierte:r in den damals Fokus-Kultur-Ausschuss entsendet. Jetzt besteht die Förderkommission aus drei Mitgliedern des Aufsichtsrats und drei Mitgliedern des Werkausschusses und somit nur aus ordentlichen Mitgliedern, die nicht von der Mitgliederversammlung bestätigt werden.

Wir müssen als GEMA voranschreiten. Die weiteren Anträge aus der Mitgliedschaft zeigen, dass eine tiefe Auseinandersetzung mit der Reform über etliche Monate erfolgte. Mehrere Anträge sehe ich positiv und als gute Diskussionsgrundlage, um einen besseren Kompromiss auszuarbeiten. Dabei bin ich gegen ein radikales Kürzen und den Aufschub der Entscheidung, stattdessen für Transparenz und langfristige Mitbestimmung.
Ich war 2025 bereits für diese Reform. Das Wichtigste ist, uns vor Augen zu halten, dass es mit dem Beschluss dieser Reform nicht getan ist. Vielmehr müssen wir als GEMA-Mitglieder die Folgen der Umsetzung begutachten und dann nachbessern. Reformen sind viel Arbeit. Davor dürfen wir uns nicht scheuen.